Trends 2018: Projekte & Ideen für die Umwelt

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Nachhaltigkeit. Ein Thema, das immer mehr in den Fokus rückt. Denn durch die zunehmende Eingriffe der Menschen in  Natur und Umwelt, sowie die ebenfalls zunehmende Umweltverschmutzung hat die Biosphäre unserer Erde bereits einen nachhaltigen Schaden erhalten. Dinge werden nur selten repariert, sondern lieber entsorgt. Im Meer entstehen Inseln aus Plastikmüll der ganzen Welt und in Städten finden sich meist mehr Autos und Abgase als Grünflächen und Natur.

Um unsere Umwelt, das Klima und die Natur zu schützen, gibt es viele Ideen und Ansätze. Wir haben ein bisschen recherchiert und stellen euch ein paar Entwicklungen und Projekte vor, die in einigen Orten erfolgreich laufen und denen sich immer mehr Leute anschließen.

RECUP

Köln, Hamburg, Berlin oder München: In vielen Großstädten nehmen Cafés, Bäckereien und andere Shops bereits an dem Pfandsystem für Coffee-to-go Becher teil. Aber auch in kleineren Städten und Orten sind die Becher schon zu finden. Ein nachhaltiges Pfandsystem, dem sich aktuell immer mehr Partner anschließen. Das Ganze funktioniert ganz einfach: Der Kaffee wird im RECUP Becher, statt in einem Einwegbecher aus Papier oder Plastik bestellt. Dafür wird dann 1€ Pfand bezahlt. Der leere Becher kann anschließend bei allen teilnehmenden Shops zurückgegeben werden – der Pfand wird dem Kunden dann wieder ausgezahlt. Ein einfaches und unglaublich nachhaltiges System. Denn pro Stunde werden in Deutschland 320.000 Einweg Coffee-to-go Becher verbraucht. Im Jahr macht das knapp 3 Milliarden Becher – eine große Menge Müll, wenn man bedenkt, dass ein Becher meist nur wenige Minuten in Gebrauch ist, bevor er in der Natur oder im nächsten Mülleimer landet.

SHARECONOMY

Seit ein paar Jahren werden sogenannte Sharing-Angebote immer populärer und beliebter. Der Begriff Shareconomy bezeichnet die Bewegung, bei der nicht (mehr) genutzte Dinge mit anderen geteilt oder öffentlich zugänglich gemacht werden. Das kann sowohl kostenlos, als auch gegen einen kleinen Obolus stattfinden. So finden sich beispielsweise in vielen deutschen Städten sogenannte Fairteiler, die regelmäßig mit vor dem Wergwerfen geretteten Lebensmitteln befüllt werden und für jeden frei zugänglich sind. Die Lebensmittel stammen dabei überwiegende aus lokalen Betrieben wie Bäckereien oder Restaurants, die einige Lebensmittel nicht mehr verkaufen können/möchten und diese daher kostenlos zur freien Verfügung stellen. Auch Bücherschränke verfolgen dieses Ziel – jeder kann seine nicht mehr genutzte Bücher dort hinbringen und sich gleichzeitig auch an den bisher abgegebenen Büchern bedienen. So landen all diese Produkte nicht im Müll und finden sogar noch einen neuen, glücklichen Besitzer.

URBAN GARDENING

Ob auf Dächern, Mauen, Grünstreifen oder brachen Flächen – Urban Gardening findet ihr schon in vielen Städten dieser Welt. Dabei geht es ganz einfach darum, den Platz in der Stadt zu nutzen, um mehr Grün in das graue Stadtleben zu bringen. Neben bunten Blumen werden hauptsächlich Lebensmittel wie Kräuter, Möhren oder Salat angebaut. Dabei wird nicht nur ein Stück Natur in die Stadt geholt, sondern auch das Miteinander gefördert. Menschen kümmern sich gemeinsam um die kleinen Gärten und lernen sich kennen.

UPCYCLING

Aus alten Fahrradschläuchen werden Hüllen für Tablets hergestellt, Reissäcke werden zu Rücksäcken verarbeitet und es entstehen Schalen aus ausrangierten Schallplatten. Kreative Ansätze, wie nicht mehr verwendete Materialien oder Produkte genutzt werden können, findet man immer häufiger. Das Zeichensetzen gegen die Wegwerfgesellschaft und das Wiederverwenden ausgedienter oder unbrauchbar Materialien um die Ressourcen zu schützen stehen im Mittelpunkt dieser Entwicklung. Denn es wird immer deutlicher, welche Auswirkungen das Konsumverhalten der Menschheit auf die Umwelt hat. Viele Ressourcen sind endlich und daher ist es umso wichtiger, alte Gegenstände aufzuarbeiten oder umfunktionieren und schließlich aufzuwerten und weiterzuverwenden. Denn, das Umarbeiten ist zwangsläufig mit einem geringerem Bedarf an Rohstoffen zu bewältigen, als die Neuproduktion dieses, oder des upgecycleten Gegenstandes. Was für viele Leute den Reiz am Kauf oder der Herstellung von Upcycling-Produkten ausmacht sind die Zeichen der Zeit, die jedes Produkt zu einem Unikat mit individuellem Charakter machen und so den besonderen Charme ausmachen.

PLOGGING

Ausgestattet mit einer Mülltüte, einem Sport-Outfit und einem paar Handschuhe – Ein schwedischer Trend kommt nach Deutschland. Immer mehr Läufer weltweit schließen sich der Plogging-Aktion an. Das Wort Plogging setzt sich aus den Begriffen „plocka“ (schwedisch für „etw. aufheben“) und „joggen“ und Bezeichnet eine Laufbewegung, bei der Menschen während des Joggens Müll einsammeln. Klingt einfach und eigentlich ganz logisch – denn wer Joggen geht, der schätzt meist auch die Bewegung im Freien, in der Natur. Eine gute Möglichkeit, dabei etwas für die Umwelt zu tun und die Natur Stück für Stück von falsch entsorgtem Müll zu befreien, um sie weiterhin genießen zu können. Gleichzeitig hat Plogging auch auf den eigenen Körper einen positiven Nebeneffekt. Denn das Bücken und Aufsammeln des Mülls stärkt unter anderem die Rumpfmuskulatur, die sich normalerweise beim Joggen eher im Ruhemodus befinden. Jeder kann sich dabei ganz einfach dieser Bewegung anschließen. Mülltüte in die Hand und los! In einigen Städten gibt es schon Plogging-Events die mehr oder weniger regelmäßig stattfinden. Aber auch in kleineren Gruppen oder alleine tut man sich und der Umwelt direkt etwas Gutes.

RECYCLE

Um die Rohstoffe zu schonen und alte Materialien weiter zu verwenden, gibt es immer mehr Recycling Projekte. Alte Stoffe und Materialien werden dabei aufgearbeitet und für die Produktion neuer Produkte verwendet. Schätzungen zufolge sind 80% des Mülls in den Meeren Plastik. Im Jahr gelangen außerdem mehr als 10 Millionen Tonnen an Abfällen insgesamt ins Meer. Adidas hat bereits mehrere Produktreihen auf den Markt gebracht, die aus recycletem Meereskunststoof bestehen. Adidas setzt damit ein deutliches Zeichen für die Umwelt. Die Schuhe bestehen dabei laut Angaben von Adidas zu 95% aus recyceltem Plastik, das im Meer vor den Malediven gesammelt wurde. Für das Innenleben und die Schnürsenkel kommen außerdem noch andere recycelte Materialien zum Einsatz.

 

Dieser Blogartikel wurde im Zusammenhang mit dem heldentag2018 veröffentlicht.

Quellen:

  • https://newsgreen.net/2018/04/24/adidas-bringt-neue-sneaker-kollektion-aus-recyceltem-meereskunststoff-heraus/
  • https://www.duh.de/becherheld-problem/
  • www.recup.de
  • Titelbild by Nikola Jovanovic on Unsplash